NABU-Projekt: Nistkästen

Wichtige Anlaufstelle für Höhlenbrüter

Nistkastenpflege


Vögel benötigen mehr als viele andere Tiergruppen große Lebensräume, Zugvögel mitunter mehrere Kontinente oder die Weiten der Ozeane, um für alle Lebensphasen die geeigneten Überlebensbedingungen vorzufinden. Es mag daher paradox erscheinen, dass das regionale Vorkommen einiger allgemein bekannter Vogelarten vom Vorhandensein faustgroßer Nisthöhlen in alten Bäumen abhängig ist.

Warum Nisthilfen?

  • Nistkästen sind in der altholzarmen Landschaft für höhlenbrütende Vögel ein wichtiger Ersatz für Baumhöhlen.
  • Vögel sind vor allem zur Zeit der Jugenaufzucht fleißige Dezimierer häufig auftretender Insekten.
  • Vögel im Garten und im Siedlungsraum haben aber auch eine Erlebnisfunktion für den Menschen und Symbolcharakter als Glücksbringer (Schwalben, Storch).
  • Möglichkeiten der Naturbeobachtung fördern das Umweltbewusstsein der Kinder.

16.06. Steinkauz-Beringung im Gewann Lettenbödle

 

Der NABU Markgröningen freut sich über den schönen Bruterfolg im Gewann Lettenbödle

 

Seit Jahren hängen auf der Markgröninger Markung mehrere Steinkauz-Brutröhren

auf städtischen und privaten Streuobstwiesen. Sie sind teilweise im Besitz des NABU Markgröningen, teilweise gehören sie Privatpersonen und teilweise auch der FOGE - Forschungsgemeinschaft zur Erhaltung einheimischer Eulen e.V. Die FOGE begleitet wissenschaftlich das Artenschutzprogramm zur Erhaltung der einheimischen Eulen.

 

Der Ansprechpartner der FOGE, Herr Herbert Keil, war am Freitag, den 16.06.2017 bei uns in Markgröningen und hat die fünf jungen Steinkäuze aus der Brutröhre im Gewann Lettenbödle wissenschaftlich aufgenommen. Dazu gehört das Vermessen der Jungen: Gewicht, Größe, Länge der Fänge, Länge der Flugfedern, Beschaffenheit des Schnabels, allgemeiner Ernährungs- und Gesundheitszustand,... Alles wird protokolliert und unter der Ringnummer in das Datenblatt für das Steinkauz-Verzeichnis eingetragen. Danach werden die jungen Käuze beringt und wieder in ihre Röhre zurückgesetzt. Während dieser Zeremonie beobachten die Altvögel das Geschehen aus sicherer Distanz aus den Kronen der umliegenden Obstbäume. Sie wollen schließlich wissen, was da mit ihren Jungen geschieht. –  Keine Angst – die Altvögel nehmen ihre Jungen danach wieder an und füttern sie so lange weiter, bis die „Ästlinge“  schließlich den Baum verlassen und selbst nach Futter suchen können. Dann müssen sie gewöhnlich von zuhause „ausziehen“  und sich selbst ein Revier suchen bzw. erobern. 

 

 

Hier ein paar Bilder der Beringungsaktion:

 

 

 

Wenn Sie mehr wissen wollen über den Steinkauz, dann können Sie sich gerne an die 

Mitglieder des Artenschutzprojekts Steinkauz im Landkreis Ludwigsburg wenden.

 

Na? – Haben Sie „Lust auf Natur“ bekommen? – Wir freuen uns über Interessierte, aktive Helfer und passive Unterstützer unserer Artenschutzprojekte. Melden Sie sich einfach bei uns:

 

Ansprechpartner:

Helmut Schäfer hml.schaefer@t-online.de Tel. 07145 – 7614

Ewa Paliocha ewa.paliocha@t-online.de Tel. 07145 -  930062

Ernst Seitz hml.schaefer@t-online.de Tel. 07145 -  6970

NABU im Netz www.nabu-markgroeningen.de 

 

Über eine Spende für unsere zahlreichen Natur- und Artenschutzprojekte freuen wir uns natürlich sehr. Da wir ein gemeinnütziger Verein sind, können Sie die Spende bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. 

Konto-Verbindung:   VR-Bank Asperg-Markgröningen,    BIC: GENODES1AMT

IBAN: DE88 6046 2808 0661 0950 02

H. S.

 

Artenschutzprojekt Steinkauz im Landkreis Ludwigsburg

Ein Projekt für den Steinkauz - eine Art des 111-Arten-Korbes 

 

Projektpartner 

• Forschungsgemeinschaft zur Erhaltung einheimischer Eulen e. V. 

• Vogelwarte Radolfzell 

• Max-Planck-Forschungsstelle für Ornithologie 

• Stadt Oberriexingen, Stadt Bönnigheim 

 

Projekt mit mehreren Aktionen 

Status: laufend (seit 1988) 

 

Region: Landkreis Ludwigsburg 

 

Kurzbeschreibung 

Auf Wunsch der Vogelwarte in Radolfzell wird im Gebiet des Landkreis Ludwigsburg mit einer Größe von 687 km² erstmals eine Bestandsentwicklung (Populationsuntersuchung) des Steinkauzes durchgeführt. 

 

Weit über 700 Steinkauzröhren wurden in geeigneten Obstbaumwiesen im Kreisgebiet für eine Optimierung der Brutplatzvernetzung ausgebracht. Dazu war viel Überredungskunst, Aufklärungsarbeit und Einfühlungsvermögen gegenüber den Eigentümern von Obstbäumen und Gebäuden nötig. Alleine im Landkreis Ludwigsburg werden heute ca. 210 Steinkauz-Brutpaare wissenschaftlich erfasst und betreut. 

 

Um das Steinkauzprojekt künftig noch effizienter zu gestalten und um neue wissenschaftliche Erkenntnisse für den Artenschutz zu gewinnen, wird nun in 32 Gemeinden im Landkreis Ludwigsburg eine mehrjährige Studie anhand von Radiotelemetrie und Brutplatzaufzeichnungen durchgeführt. Durch Planberingung in Verbindung mit langfristigen Populationsstudien bzw. regelmäßigen Kontrollen der markierten Vögel durch die FOGE e.V. wird hier ein gemeindeübergreifender und kreisweiter Artenschutz praktiziert. 

 

 

 

Besonders bedanken möchten wir uns unseren Sponsoren für ihre großzügige Unterstützung unserer Naturschutzarbeit: 

• Untere Naturschutzbehörde im Landkreis Ludwigsburg 

• Firma Ensinger, Ensinger Mineral-Heilwasser GmbH 

• ASS Arbeitsgemeinschaft Streuobstwiesen Steinheim

 

 

Wissenschaftliche Zusammenarbeit: 

• Vogelwarte Radolfzell 

• Vogelwarte Sempach CH 

• Förderverein für Ökologie und Monitoring von Greifvögel- und Eulenarten e.V. 

• OGBW - Ornithologische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.

 

 

Ansprechpartner 

 

FOGE - Forschungsgemeinschaft zur Erhaltung einheimischer Eulen e.V. 

Ansprechpartner: Herbert Keil 

Brunnengasse 3/1 

71739 Oberriexingen 

Telefon: 07042 / 98272 

Fax: 07042 /941 620 

Email: foge-eulenforschung@t-online.de 

www.eulenforschung.de